Mirjam Kneußel
Anette Meyer
Sabrina Schweiner
Sarah Brühl
Renate Wetzler
Antje Diehl
Natascha Horst
Rosemarie Häde-Geißler

Entdecken, erleben, erfahren……………….in der Natur



Kindertagespflege in der Natur

Guten Tag

Schön, dass Sie sich einen Moment Zeit nehmen und sich für das Konzept meiner angebotenen Tagespflege interessieren.
Hier möchte ich Ihnen näher bringen, wie ich Kindertagespflege verstehe und unter welchem Leitbild ich diese anbiete.
Auf der folgenden Seite erfahren Sie etwas über



meine Person
Konzeption
Tagesablauf
Leitbild
Wissenswertes


„Die Seele wird vom Pflastertreten krumm.
Mit Bäumen kann man wie mit Büchern reden
und tauscht bei ihnen seine Seele um.
Die Wälder schweigen, doch sie sind nicht stumm.
Und wer auch kommen mag, sie trösten jeden.„

Erich Kästner



Das bin ich

Ich, Sabrina Schweiner bin Jahrgang 1970 und fast 20 Jahren mit dem gleichen Mann, verheiratet. Wir haben zwei wunderbare Töchter, Svenja und Solvaigh.

Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zum Bauzeichner gemacht und danach neben meiner Berufstätigkeit Innenarchitektur studiert. 2001 kam dann unsere Tochter Svenja auf die Welt, in dieser Zeit habe ich von zu Hause meine Tätigkeit ausgeübt.
Die Geburt unserer „großen„ Tochter hat für uns alles verändert. Lebensprioritäten, Standpunkte, Werte, Lebensinhalte, vieles, dass uns bis dahin Wichtig war, verlor an Bedeutung gegen das zufriedene Lächeln eines Kindes.

Ich begann mich intensiv mit Entwicklungspädagogik, Erziehungsmethoden und Bildungssystemen auseinander zu setzten. Die Praxis mit meinem eigenen Kind zeigte oft etwas anderes, als dass, was der große „Ratgeber„ so schrieb. Als wir vor der Wahl eines Kindergarten standen war uns schnell klar, dass die Waldorfpädagogik vieles von dem vereinte, auf das wir in unserer Erziehung Wert legten. So kam die Familie Schweiner also in den Waldorfkindergarten, ich betone bewusst „die Familie„, denn dies war nicht nur für unsere Svenja, sondern auch für uns Erwachsene eine prägende Zeit. Als Vorstandsmitglied des dortigen Trägervereins habe ich 3 Jahre die Geschicke des Kindergartens mit gelenkt.

Mein Interesse für die Arbeit mit Kindern wurde in dieser Zeit immer größer, meinen Wissenshunger habe ich mit Vorträgen und Bildungsveranstaltungen versucht zu stillen. 2008 wurde dann unsere Tochter Solvaigh geboren und spätestens da wurde mir klar, dass ich auch Beruflich etwas mit Kindern machen möchte. Mit 3 war sie in einem Alter, in dem ich ihr zutraute die „Mutti„ nicht nur mit der großen Schwester sondern auch mit Tageskindern „teilen„ zu können.

Im November 2010 machte ich meine Qualifikation als Tagespflegeperson bei der Neuen Arbeit Vogelsberg gGmbH und bin seit dem tätig.



Die Betreuung der Kinder

Geborgenheit und ausreichend Zeit
Bewegung und Rhythmus
Sprachpflege
Wahrhaftiges und sinnvolles Handeln
Anregung der Sinne

Als Tagesmutter betreue ich Kinder unter dem pädagogischen Konzept der Natur.- und Waldpädagogik.



Die Betreuung der Kinder findet auf unserem Gartengrundstück und im Wald statt.

Schon von Platon wird aufgezeigt: Menschen, die als Kinder die Natur staunend wahrgenommen haben, werden im späteren Leben lebendig denken und forschen. Menschen, die als Kinder mit Ehrfurcht der Natur, den Pflanzen, Tieren und Menschen begegnet sind, werden im späteren Leben verantwortlich handeln.
Unsere Zeiten im Wald und unsere Arbeiten im Garten sollen die Kinder dazu anregen, die Sinne als Tore zur Welt und zur Seele zu pflegen. Staunend und ehrfurchtsvoll die Natur zu betrachten. Dankbar die vielfältigen Geschenke aus Wald, Feld und Garten zu genießen und sich mit der Natur im Einklang zu fühlen.
Die Umgebung unserer kleinen Kinder ist heute im Vergleich zu der von vor fünfzig Jahren unruhiger, lauter, schneller, weniger durchschaubar und unübersichtlicher geworden. Hinzu kommen die vielen Stunden, die Kinder in Autositzen und Buggys verbringen. Es wird ihnen somit die Möglichkeit genommen, sich zu bewegen, die Umwelt zu "begreifen" und zu erleben. Wichtige Wahrnehmungen, die für die Entwicklung notwendig sind, können nicht gemacht werden. Die beste "Lernmeisterin" für Wahrnehmungen ist die Natur selbst. Die Kinder erleben sich als Teil der Natur, durch das tägliche Erleben werden ihnen die Zusammenhänge der Beziehung von Mensch und Natur gut verständlich.



Es gibt kein schlechtes Wetter im Wald, sondern nur falsche Kleidung!

Die täglich verbrachte Zeit im Wald wirkt sich sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit der Kinder positiv aus. Bewegung in frischer Luft bei Wind und Wetter stärkt die Widerstandskräfte und lässt Erkältungskrankheiten seltener werden.



Dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder wird ohne Stress und Reizüberflutung Rechnung getragen. Sinnesanregungen und die Stille in der Natur stehen in einem angenehmen Verhältnis zueinander. Die Natur hat eine ausgleichende Wirkung auf die menschliche Psyche. Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt, aber für die Kinder von unschätzbarem Wert. Das genaue Hinhören, die Möglichkeit differenzierteste Laute wahrzunehmen, fördert die innere Ruhe, das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit. In der Natur lernen die Kinder auch ihre persönlichen Eigenarten kennen.
Wenn die Gruppe sich im Wald bewegt, gibt es trotz der Freiräume Bedürfnisse und Wünsche der anderen, auf die Rücksicht genommen werden muss. Es gibt reichhaltige Möglichkeiten zum Klettern, Balancieren, Hangeln und Schaukeln. Es werden personale, kognitive und soziale Fähigkeiten angesprochen.
Und an einem im Wald gefundenem Samenkorn lässt sich Zukünftiges und Vergangenes lebendig denken



Unsere Anfangszeiten richten sich nach den Jahreszeiten. Im Sommer treffen wir uns ab 7.30Uhr, im Winter frühestens um 8 Uhr. Treffpunkt ist unser Morgenstern Garten in der Werngeserstrasse in Udenhausen.
Wenn alle Kinder da sind versammeln wir uns zum Morgenkreis. Mit einem Lied begrüßen wir uns und den Tag. An mindestens zwei Tagen in der Woche gehen wir nach der Begrüßung direkt los in den Wald, wobei der Weg das Ziel ist. Jeder schultert seinen Rucksack in dem etwas zu trinken, ein Sitzkissen und all die Dinge sind, die man im Wald so braucht. Ein Lupenglas, ein „Messer„ (aus Holz geschnitzt) und wer hat ein Fernglas. Noch den Wanderstock und dann geht es los.



Auf unseren unterschiedlichen Runden ruhen wir z.B, auf einem kleinen Hochsitz und versuchen ganz leise zu sein um ein Reh oder Wildschwein zu sehen. Wir achten dabei darauf, die Tiere nicht zu stören, nicht zu laut zu sein. Es wird über Wurzeln und Steine geklettert, Berge und Bäume erklommen. Gleich neben dran ist der Brunnen der Sommerelfen, die im Sommer im Wald für Ordnung sorgen. Weiter in der Richtung kommen wir zu unserem Rastplatz im Kiefernwald. Auf moosigem Untergrund ist auf einem kleinen Hügel schnell ein schöner Platz gerichtet an dem wir verweilen. Jetzt werden die Hände gewaschen – hierzu hat jedes Kind eine Wasserflasche und ein Handtuch mitgebracht, Seife gibt’s von mir – und nach dem Dankspruch verzehren wir unser Frühstück. Hier ist es mir wichtig, dass nicht nur Hunger und Durst gestillt werden, sondern dass die Frühstückszeit durch eine ruhige Atmosphäre zu einem Gemeinschaftserlebnis wird.
Danach tauchen die Kinder in Spielprozesse ein, ich bin tätig und gebe den Kindern Anregung für die Nachahmung z.B. im Umgang mit Werkzeug. Mit einem Lied endet dieses Freispiel und geht es weiter Richtung Heimat.
Auf unserer anderen Route kommen wir durch einen Buchen-Eichen Wald und der Burg des Winterzwergenkönigs Aalerich, dem wir dann und wann auch eine kleine Gabe mitbringen. Immer Bergauf bis zum Drachenzahnarzt tief im Wald.
Schon oft hat uns hier ein Reh beobachtet und sich über den singenden Besuch im Wald gewundert. So geht unser Vormittag im Wald vorüber. Wir sammeln Schätze und gestalten damit unseren Jahreszeitentisch oder basteln ein schönes Geschenk. Wenn das Wetter trocken ist, nehmen wir sogar unser Mittagessen mit und bleiben bis nach dem Mittag.

An den Tagen der Woche an denen wir erst nach dem Frühstück in den Wald gehen, malen wir in unserem Garten mit Aquarellfarben oder Wachsmalblöcken. Wir pflegen unseren Garten und bauen an unserem kleinen Teich. Nicht vergessen dürfen wir bei all diesen Sachen natürlich das Füttern unserer Pferde, denen wir ihr „Frühstück„ bringen. Und manchmal wollen auch die Kaninchen Felix und Lilly spazieren gehen, dann werden sie im Garten gassi geführt.
Geborgen in einen Rhythmus den die Kinder gut kennen gewinnen sie Sicherheit, Ruhe und Ausgeglichenheit und es wird uns nie langweilig. Und nach dem wir bei Regenwetter im Matschloch „gebadet„ haben, wird’s auch den Mama´s beim waschen nicht langweilig.
So klingt unsere gemeinsame Zeit nach dem Mittagessen und etwas Spiel mit einem Märchen aus bevor wir uns in einer Runde von einander verabschieden und uns in den Feierabend entlassen.



Leitbild

Strukturierende Elemente im Jahreszeitlichen Rhythmus. Die Natur gibt uns in ihren Bildern Vorgaben, die etwas in unserer Seele schlummerndes wecken. Aus der Beziehung dessen, was in der Natur lebt, zu dem, was in unserer Seele erwacht, gestalten wir ein Fest als Tat des Menschen in der sinnlichen Welt. Dieses Wissen müssen wir uns erwerben. In solchem gestalten entwickeln wir die spezielle, menschliche Fähigkeit, Inneres der Äußeren Welt kulturschaffend einzuprägen. Sinnliche und Übersinnliche Elemente durchdringen sich.
Die Kinder dürfen verweilen können. Sie können Stille erfahren. Es findet keine mediale Beschallung statt.
Anregung des Rhythmisch-Musischen durch das Kulturgut Märchen. Lieder, Fingerspiele, Reime aber auch Sagen und Legenden für größere Kinder, eingebunden in den jahreszeitlichen Rhythmus. Sie sind in einer „Hochsprache„ verfasst zu der Kinder heute in der Regel keinen Zugang mehr haben. Daher sind Märchen sehr wichtig für die Sprachentwicklung. Eigene Interessen erkennen und vertreten dürfen, einander helfen, Rücksicht nehmen und Verständnis haben.
Geduld entwickeln und zuhören können. Durch das Vorleben den Kindern soziale Erziehung bieten.
Die Eigenaktivität im Spiel fördern durch vielseitige künstlerische Betätigung angeregt und durch eine Tätige religiöse Atmosphäre in der Gestaltung der Jahreszeitenfeste und alltäglichen Lebensordnung den notwendigen Halt finden. Im Kontakt mit Menschen – nicht mit Medien oder vorprogrammiertem Lernspielzeug – die Umgebung als einen möglichst umfassenden Bereich freudiger und nachahmungswerten Tätigkeiten erleben. Alle fünf Sinne des Kindes (fühlen, hören, riechen, schmecken und sehen) ansprechen und fördern. Im Idealfall durch Tun, erproben, untersuchen, experimentieren, erfinden und erleben. Dies wird durch wenig Spielmaterial gefördert. Wenn Spielmaterialien, dann wenig ausgestaltet.


Unser Essen

Ausgewogenes, biologisch-dynamisches Essen ist mir wichtig. Die Milch kommt vom Milchbauern 3 Höfe weiter. Das Roggenbrot natürlich auch aus Udenhausen. Die Kartoffeln vom Nachbarn und die Wurst vom Direktvermarkter im Ort, der sein Futter noch selber anbaut und dessen Schweine wir auch schon mal im Stall besuchen dürfen.
Ergänzt wird dies von Hirse.- bzw. Haferbrei, selbstgemachter Marmelade aus den Beeren und Früchte die in unserem Garten wachsen, Dinkelnudeln und anderen gesunden Dingen. Unsere Hauptgetränke sind Wasser und Tee.



Unsere Ausflüge

Manchmal sind uns der Wald und unser Garten zu klein. Dann gehen wir auf Reisen. Im Frühjahr 2012 waren wir gemeinsam im Knüllwald und haben uns die Waldtiere mal „hinter Gittern„ betrachtet.
Als es Winter mal gar zu kalt war, sind wir mit dem Zug von Lauterbach nach Fulda gefahren. Was für ein Abenteuer…………….
Diese Aktivitäten werden natürlich langfristig geplant und eng mit den Eltern abgestimmt.



Feste und Feiern

Der Gang durch das Jahr mit all seinen Festen lässt uns erleben, wie die Erde als ein lebendiger Organismus einen großen Atemzug im Jahreslauf durchmacht. Die Durchführung dieser Feste ist mir ein besonderes Anliegen. Sie werden einfach und wesensgemäß gestaltet, so dass die Kinder an den Vorbereitungen teilhaben können und dass sie zeitlich nicht zu lange ausgedehnt werden und die Kinder nicht überfordert werden. Die Feste sind trotz aller Feierlichkeit immer auch von lockeren oder fröhlichen Momenten durchzogen.
Außer den an die Jahreszeiten gebundenen Festen wie Weihnachten, Ostern oder Johanni, feiern wir natürlich St. Martin mit unseren Laternen oder Michaeli mit Drachen. Besonders freuen wir uns wenn die Eltern Zeit finden und teilhaben wie z.B. bei unserem Erntedankessen. Einer der Höhepunkte sind selbstverständlich die Geburtstagsfeiern.



Besondere Gefahren

Bei Sturm (Unfallgefahr) oder sonstigen extremen Wetterlagen findet unsere gemeinsame Zeit in der Villa Morgenstern statt. Sollte auch dies nicht möglich sein werden die Kinder in meinen Privaträumen betreut.
Informationen speziell zum Thema Zecken und Fuchsbandwurm können von mir zur Verfügung gestellt werden. Es besteht derzeit keine einheitliche Impfempfehlung gegen Infektionen durch einen Zeckenbiss. Sprechen Sie aus diesem Grund mit Ärzten Ihres Vertrauens.
Eine Erste-Hilfe-Ausrüstung führe ich stets bei mir, ein Erste-Hilfe-Lehrgang am Kleinkind mache ich alle 2 Jahre.



Was braucht ein Kind in der Villa-Morgenstern?

Grundsätzlich empfiehlt sich eine Bekleidung im Zwiebelschalenprinzip, d.h. mehrere dünne Schichten übereinander.

Regenkleidung:
Buddelhose – groß genug, dass sie über die normale Hose passt; nicht gefüttert (Nässe zieht innen am Futterstoff hoch)
Gute regendichte (!) Jacke mit Reißverschluss (Druckknöpfe halten nicht gut zusammen)
Regenkappe, Südwester oder Kapuze
Gummistiefel mit Profilsohle

Sommerkleidung:
Auch im Sommer lange Kleidung, sie bietet Schutz gegen Sonne, Brennnesseln, Disteln……………
Lange Hosen
Langärmliges T-Shirt
Sonnenkappe (am besten mit Nackenschutz)
Feste knöchelhohe Schuhe mit Profilsohle (Sandalen oder Turnschuhe sind ungeeignet)
Die Kinder morgens bereits mit Sonnenschutz eincremen

Winterkleidung:
Warme Unterwäsche (z.B. Schiunterwäsche)
Leggings und Socken
Schneehose (kein Schneeanzug)
Warmer winddichter Anorak
Warme Handschuhe (zusätzlich 1 Paar zum Wechseln)
Schalmütze oder Mütze mit Schal
Warme Winterstiefel mit Profilsohle

Rucksack:
Wichtig: guter Sitz (mit und ohne Anorak), nicht zu groß und mit Brustgurt.
Der gefüllte Rucksack sollte nach Möglichkeit nicht mehr als 10% des Körpergewichts Ihres Kindes ausmachen.

Inhalt:
Sitzunterlage (Isomatte) sollte leicht im Rucksack verstaubar sein oder außen befestigt werden
Zum Händewaschen ½ Liter Flasche mit Wasser und ein Gästehandtuch
Tempotaschentücher

Generell benötigen wir jahreszeitabhängig eine Wechselgarnitur in der Villa Morgenstern einschl. Ersatzschuhe.



„ Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Die Bäume und Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen wird.„ Bernhard von Clairvaux



Kontakt

Sabrina Schweiner

Werngeser Strasse 5
36323 Grebenau – Udenhausen

Tel.: 0 170 – 18 85 327
eMail: s.schweiner@kinderbetreuung-voglesberg.de
Internet: www.villa-morgenstern.de

Meine Konzeption zum Download und ausdrucken finden sie hier [734 KB] .






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